webseitenkopf
Museum aktuell

Falkensee im Nationalsozialismus

1933 bis 1945

Tür einer Kellerkammer mit tagebuchähnlichen Notizen

Tür einer Kellerkammer mit Inschrift

September 1940, Falkensee

Falkensee war am Ende der Weimarer Republik in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht eher durchschnittlich. Die Unauffälligkeit verlor die Gemeinde während der NS-Diktatur, was nicht zuletzt aus der Nähe zu Berlin resultierte. Zahlreiche Falkenseer arbeiteten in den Industriebetrieben sowie im privatwirtschaftlichen und staatlichen Verwaltungsapparat der Reichshauptstadt. Sie profitierten von einer Wirtschaft, die mit Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Aufrüstung angekurbelt wurde und vielen Familien Wohlstand bot. Das ließ es der Mehrheit leichter fallen, sich mit dem System zu arrangieren und führte zu einem Zulauf in die NSDAP, der in Falkensee überdurchschnittlich war.

 

Die NS-Volkswohlfahrt richtete im Ort eine Verwaltungsschule ein. Auch Reichsministerien, Wehrmacht und Rüstungsindustrie erkannten die Standortvorteile und siedelten wichtige Betriebe der Kriegsproduktion an, in denen Tausende von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen ausgebeutet wurden. Zur Bedeutung Falkensees im NS-Regime gehörte auch, dass das KZ Sachsenhausen ein Außenlager im Ort errichten ließ.

Volksempfänger
Volksempfänger

im Volksmund »Goebbelsschnauze« genannt

»In Linien eingebunden«

18. Oktober 2019 bis 12. Januar 2020

  Zeichnungen, Druckgrafiken und Malerei von Hans

Für Gertrud Kolmar

Lesung zum 125. Geburtstag

14. Dezember 2019

  Anlässlich der 125. Wiederkehr des Geburtstages von